Die Behandlung von Schädelbasistumoren

Die Behandlung von Schädelbasistumoren

Einleitung

Die Abteilung für Radiotherapie des UMCG behandelt jährlich etwa 50 Patienten mit einem Schädelbasistumor. Diese Behandlung nutzt moderne Bestrahlungstechniken mit Photonen (VMAT).
Ab Ende 2017 steht dem UMCG alternativ auch die Bestrahlung von Tumoren mit Protonen zur Verfügung. Die Protonentherapie kann auch bei Schädelbasistumoren verwendet werden.

Im Bereich der Schädelbasis befinden sich viele wichtige Gewebe (einschließlich Hirnstamm und Augen), Blutgefäße und Nerven (wie die Sehnerven). Schäden an einem oder mehreren dieser Gewebe, Blutgefäße und Nerven kann zu schweren Nebenwirkungen führen, beispielsweise Erblindung.
In der Schädelbasisregion treten sowohl gutartige als auch bösartige Tumoren auf.

Nach umfangreichen Untersuchungen erteilt die Arbeitsgruppe Schädelbasis (SWBG) des UMCG eine Behandlungsempfehlung.

Protonentherapie bei Schädelbasistumoren

In manchen Fällen können Schädelbasistumoren mit moderner Photonenbestrahlungstechnik nicht sicher bestrahlt werden, weil die umliegenden wichtigen gesunden Gewebe eine zu hohe Strahlungsdosis erhalten, wodurch sich das Risiko schwerer Nebenwirkungen erhöht.
Protonentherapie kann dann die bessere Wahl sein, weil die wichtigen Gewebe und anatomischen Strukturen weniger Strahlung ausgesetzt sind. Letzteres reduziert das Risiko negativer Spätfolgen.

Wann ist Protonentherapie für Sie geeignet?

Patienten mit bestimmten Arten von Schädelbasistumoren wie Chondrom und Chondrosarkom können für Protonentherapie in Betracht kommen.

Bei anderen Schädelbasistumoren muss zunächst ein Vergleich zwischen einer Bestrahlung mit Photonen und einer Bestrahlung mit Protonen gemacht werden.  Wenn die Bestrahlung mit Protonen ein geringeres* Risiko für dauerhafter Nebenwirkungen aufweist als der Strahlenbehandlungsplan mit Photonen, kann Protonentherapie für Sie erwogen werden.

* Derzeit werden landesweite Vereinbarungen darüber getroffen, bei welchem Umfang einer Risikoreduzierung von Nebenwirkungen Sie einen Anspruch auf Protonentherapie haben.

Ab wann ist Protonentherapie in Groningen verfügbar?

Voraussichtlich können Patienten mit einem Schädelbasistumor ab Ende 2017 mit Protonen im Protonentherapiezentrum des UMC Groningen behandelt werden, das Teil der Klinik für Strahlentherapie des Universitätsklinikums Groningen ist. Die Protonentherapie wird nicht am Standort Emmen der Abteilung für Radiotherapie des UMCG durchgeführt.

Überweisung ins Ausland

Bis Ende 2017 können Patienten mit einem Schädelbasistumor ins Ausland überwiesen werden. Europäische Zentren, mit denen das UMC GPTC vorrangig kooperiert, sind das Westdeutsche Protonentherapie Zentrum Essen in Essen (Deutschland), das Heidelberger Ionstrahl-Therapiezentrum (HIT) in Heidelberg (Deutschland) und das Paul Scherrer Institut in Villigen (Schweiz).

Die Kostenerstattung der Protonentherapie im Ausland durch Versicherer

Bei bestimmten Schädelbasistumoren (Chondrom und Chondrosarkom) ist eine Erstattung der Behandlungskosten für Protonentherapie durch die Krankenversicherer möglich.

Ihre Ärzte

Die folgenden Radio-Onkologen der Abteilung für Radiotherapie sind auf die Behandlung von Patienten mit Schädelbasistumoren spezialisiert. 

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Zusätzliche Informationen

Mehr Informationen über die multidisziplinäre Arbeitsgruppe Schädelbasis finden Sie hier.